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Eat Shit

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Die Erfahrung, ein Ausländer der zweiten Generation in Deutschland zu sein, ist so vielfältig und komplex, wie die eigene Herkunft mit Existenz in einer anderen Welt zu vereinbaren. Ebene um Ebene, die sich auffächert. Als grobe Regel und Präambel für einen Brief an das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt lässt sich meine Erfahrung einfachheitshalber in zwei Konditionen aufsplitten: Scheiße fressen und extreme perspektivische Vielfalt. Diese Seinszustände und Bewegungen schließen sich nicht gegenseitig aus, lassen sich nicht einfach auflösen. Man frisst sein Leben lang Scheiße und erhält nicht wie Shakyamuni eine befreiende Sicht der Dinge, dadurch dass man Variante Scheiße in vielen Aggregatzuständen zu sich genommen hat. Es macht nicht “click”, kein drittes Auge durch das Wissen, das alles Scheiße fressen keine Rolle spielt und am Ende eine Freiheit von einer Welt steht, die einen dazu zwingt, sich den Bauch vollzuschlagen, um darin bestehen zu können, nicht in die Rahmen zu...

Letter to the MAK

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“A pigeon can´t drop shit if it never flew” – Cannibal Ox “Iron Galaxy” Sehr geehrte Frau Weber, sehr geehrter Herr Wagner, Dies ist keine erneute Bewerbung auf eine Stelle am Museum für Angewandte Kunst. Mein Anliegen ist ein anderes. Es ist eine Schilderung meiner Erlebnisse mit Ihrem Haus, mancher Mitarbeiterinnen und einiger Wahrnehmungen zu dem Umgang mit Bewerbern, zur Einstellung von Volontärinnen und People of Color. Vielleicht erinnern Sie sich noch an mich, im Sommer 2017 und 2018 war ich bei Ihnen und Ihren Kolleginnen zu Bewerbungsgesprächen für zwei Volontariatsstellen eingeladen. 2017 war die Aussicht auf eine Stelle für mich der große Fang. Als frischer Absolvent der Literatur- und Kulturtheorie in Tübingen und mit einem Profil, dass ich seit meinem Masterstudium explizit und eigenhändig auf angewandte Kunst, Ästhetik und Sinnlichkeit gerichtet hatte, erschien das Museum für Angewandte Kunst neben dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg als DIE...