Eat Shit
Die Erfahrung, ein Ausländer der zweiten Generation in Deutschland zu sein, ist so vielfältig und komplex, wie die eigene Herkunft mit Existenz in einer anderen Welt zu vereinbaren. Ebene um Ebene, die sich auffächert. Als grobe Regel und Präambel für einen Brief an das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt lässt sich meine Erfahrung einfachheitshalber in zwei Konditionen aufsplitten: Scheiße fressen und extreme perspektivische Vielfalt. Diese Seinszustände und Bewegungen schließen sich nicht gegenseitig aus, lassen sich nicht einfach auflösen. Man frisst sein Leben lang Scheiße und erhält nicht wie Shakyamuni eine befreiende Sicht der Dinge, dadurch dass man Variante Scheiße in vielen Aggregatzuständen zu sich genommen hat. Es macht nicht “click”, kein drittes Auge durch das Wissen, das alles Scheiße fressen keine Rolle spielt und am Ende eine Freiheit von einer Welt steht, die einen dazu zwingt, sich den Bauch vollzuschlagen, um darin bestehen zu können, nicht in die Rahmen zu...